Der Verein – Kobra e.V.

Menschenhandel stellt eine schwere Menschenrechtsverletzung dar und die Betroffenen haben ein Recht auf Beratung und Unterstützung. Diese muss durch unabhängige Organisationen sichergestellt sein. Während des Aufenthaltes in der Bundesrepublik Deutschland sind ein wirksamer Schutz wie auch eine professionelle Unterstützung der Betroffenen Grundvoraussetzung für ihre Stabilisierung und mithin zur Sicherung des Strafverfahrens.

Seit 20 Jahren leistet Kobra wertvolle Koordinierungs- und Beratungsarbeit in ganz Niedersachsen für Betroffene von Menschenhandel und Zwangsprostitution.

Dies geschah bislang unter dem Dach von Phoenix e.V. Angesichts der Neufassung der Menschenhandelsdelikte §§ 232 ff. StGB und vor dem Hintergrund der Umsetzung des neuen Prostituiertenschutzgesetzes haben sich die Mitarbeiterinnen von Kobra entschieden, ihre Arbeit künftig selbständig mit einem eigenen Verein fortzusetzen, um den Herausforderungen ihrer wichtigen Aufgabe noch besser als bisher gerecht zu werden.

Deshalb wurde im Oktober 2017 der eingetragene und als gemeinnützig anerkannte Verein Kobra e.V.  gegründet.

Das Ziel des Vereins ist, auf allen Ebenen Menschenhandel zu bekämpfen und sich für die nachhaltige Verbesserung der Situation und Stärkung der Rechte der Opfer einzusetzen.

Die Projektarbeit orientiert sich nach dem Niedersächsischen Kooperationserlass (Gem. RdErl. d. MI, d. MS u. d. MJ v. 31.07.2014 – 23.24-12334/15-4-). Wir tragen im Sinne des genannten Erlasses zur Klärung der Situation der Betroffenen bei und arbeiten mit den Kooperationspartnern zusammen.